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    Fakultät für Humanwissenschaften

    Dr. Christiana Schallhorn ist diesjährige Gewinnerin des Beatrice Edgell-Preises

    03.07.2017

    Im Rahmen der HDC-Tagung am 22. Juni 2017 verlieh die Fakultät für Humanwissenschaften den Beatrice-Edgell-Preis bereits zum zwölften Mal. Frau Schallhorn schrieb ihre Dissertation am Institut Mensch-Computer-Medien.

    Seit 2006 verleiht die Fakultät für Humanwissenschaften der Universität Würzburg den mit 1000 Euro dotierten Beatrice Edgell-Preis für herausragende Dissertationen von Nachwuchswissenschaftlerinnen – die mit „magna“ oder summa cum laude“ bestanden wurden. Die Preisträgerinnen der letzten zehn Jahre stammen aus allen Fachbereichen der Fakultät – von der Grundschulpädagogik, der Philosophie über die Politische Wissenschaft hin zur Psychologie oder Religionsgeschichte.

    Die Preisträgerin

    In diesem Jahr ging der Beatrice Edgell-Preis an Christiana Schallhorn, die ihr Dissertationsprojekt „Kultivierung durch Sportgroßereignisse. Zum Einfluss der Medienberichterstattung über die Fußballweltmeisterschaft 2014 auf die Wahrnehmung des Gastgeberlandes Brasilien“ mit Bestnote abschloss. Betreut worden war die Promotion von Holger Schramm, Professor für Medien- und Wirtschaftskommunikation.

    Christiana Schallhorn beeindruckte das Auswahlkomitee durch eine umfangreiche Publikationsliste und rege Vortragstätigkeit sowie durch ein Auslandssemester in Spanien. Als erste Doktorandin Ihres Instituts war sie außerdem nicht nur in der Institutsentwicklung involviert und engagiert, sondern ist gewissermaßen auch Vorbild für viele junge Frauen, die eine wissenschaftliche Karriere im Bereich Mensch-Computer-Medien anstreben.

    Laut der Frauenbeauftragten der Fakultät, Prof. Dr. Andrea Kübler, ist es nicht nur die Würdigung von herausragenden Dissertationen Ziel dieser Preisverleihung, sondern auch die Förderung des weiblichen Wissenschaftsnachwuchses, um deren Interesse an einer wissenschaftlichen Karriere nachhaltig zu unterstützen.  

    Namensgeberin Beatrice Edgell

    Mit der Entscheidung für Beatrice Edgell als Namensgeberin für den gleichnamigen Preis traf die damalige Philosophische Fakultät III im Jahr 2006 eine würdige Wahl: Im Jahr 1901 war die Britin Beatrice Edgell die erste Frau, die an der Universität Würzburg den Doktortitel erwerben konnte. Edgells Doktorarbeit mit dem Titel „Die Grenzen des Experiments als einer psychologischen Methode“ wurde seinerzeit von Oswald Külpe, dem Pionier der experimentellen Psychologie, an der Philosophischen Fakultät betreut und ebnete Edgell nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien den Weg für eine beachtliche wissenschaftliche Karriere am renommierten Bedford College der University of London (später Royal Holloway College).

    Edgell gelang es aber nicht nur, als erste Frau eine Promotion an der Universität Würzburg abzuschließen, sie glänzte gleich mehrfach mit dem Titel „first woman“: 1927 wurde Edgell als erste Frau in Großbritannien zur Professorin für Psychologie berufen; es folgten außerdem mehrere erstmalige weibliche Präsidentschaften in namhaften britischen Psychologievereinigungen, u.a. der British Psychological Society (1930) oder der Aristotelian Society (1927).

     

    Wir gratulieren Frau Schallhorn und wünschen ihr für ihre Zukunft alles Gute!

    (Die Gleichstellungskommission der Fakultät für Humanwissenschaften)

    Von Tanja Wolf

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