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    Fanforschung

    Die Würzburger Fanbefragung

    In der öffentlichen Wahrnehmung werden Fans häufig nur mit Sport und in diesem Zusammenhang immer häufiger mit Gewalt in Verbindung gebracht. Fans gibt es jedoch in vielfältigen und beeindruckenden Arten auch außerhalb des Sports, von Pop-, Comic-, Marken- bis hin zu Autofans. Gerade seit dem Beginn der 2000er Jahre kommen zuvor meist unbekannte bis unvorstellbare Fanobjekte hinzu, der fortschreitenden Technologisierung durch das Internet sei Dank.

    Von den verschiedenen Fans weiß man aber relativ wenig, besonders nicht, wie deren Vorstellungen sind und wo ihre Gemeinsamkeiten und Unterschieden liegen. 

    IfS-Forscher betreten wissenschaftliches Neuland

    Das Institut für Sportwissenschaften (IfS) der Julius-Maximilians-Universität Würzburg führt deshalb unter der Leitung des Lehrstuhlinhabers Professor Dr. Harald Lange ab Dezember 2017 erstmalig eine szenenübergreifende und überregionale Untersuchung durch, um den Begriff des Fans anhand von Aussagen der Fans selbst zu portraitieren und in bestehende Ansätze einzuordnen.

    Ziel ist es, das Denken, Fühlen und Handeln von Fans verstehen zu lernen und die unterschiedlichen Phänomene (z. B. gesellschaftlich, kulturell, ökonomisch) in einem Gesamtkontext zu portraitieren. Die Studie baut auf einen empirischen Methodenmix auf und verbindet sowohl qualitative als auch qualitative Elemente der empirischen Sozialforschung. Zentraler Bestandteil und Basis ist eine Fragebogenumfrage, die selektiv mit qualitativen Interviewverfahren und Feldbeobachtungen ergänzt bzw. verifiziert wird.    

    Typologisierung ist das Ziel

    Die Forscher erwarten wichtige Ergebnisse für eine Vielzahl von Fanobjekten: für den Sportverein oder die Kulturschaffenden genau so wie etwa für die Computerspiel- oder Sportartikelhersteller. Idealerweise ließe sich aus den Befunden die von Lange vermutete "Neujustierung und Neuinterpretation der deutschen Fanlandschaft" im Sinne einer nachhaltigen fanspezifischen Typologisierung analytisch nachweisen.    

    Auch Vereine und Unternehmen partizipieren    

    Anhand der Ergebnisse besteht auch für Vereine, Verbände und Unternehmen die Möglichkeit, ihre Fans bzw. Kunden tatsächlich kennenzulernen. Dabei können durch den unmittelbaren Einblick in die Lebenswelt der Fans auch konkrete Erkenntnisse zu deren Einstellungen und Orientierungen hinsichtlich ihres Vereins, Produktes oder ihrer Marke erhoben werden. Letztlich gelingt es dadurch, Aussagen über neue Entwicklungen und Trends zu treffen, ohne auf die sich in der Vergangenheit bewährten Erfolgsstrategien verzichten zu müssen.

    Das IfS wiederholt die Befragung in mehrjährigen Zyklen, um Veränderungen im unterschiedlichen Fansein langfristig zu analysieren.     

    Jetzt an der Würzburger Fanbefragung teilnehmen!

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