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    Fakultät für Humanwissenschaften

    Grafische Darstellung - Fakultät Gesamt

    Darstellung der Studienbeiträge als Diagramm
    Darstellung der Studienbeiträge als Diagramm

    Kommentar zur Verwendung der Studienbeiträge

    Im Zeitraum 2010-2011 wurden der Philosophischen Fakultät II über zwei Semester hinweg ca. 1.897.000 Euro Studienbeiträge im Rahmen des 65%-Anteils zur Verfügung gestellt. Abb. 1 zeigt die Verteilung dieser Mittel über die acht Institute der Fakultät. Die Verteilung wird je Semester anhand der Studierendenstatistiken durch die Zentralverwaltung ermittelt. Ein kleinerer Anteil der Mittel wird vor der endgültigen Verteilung für Maßnahmen auf der Fakultätsebene vorabgezogen.

    Wie Abb. 2 zeigt, wurde auch in diesem Zeitraum, wie schon zuvor, der größte Anteil der Mittel in Stellen investiert. Hierbei handelt es sich sowohl um Lehrkräfte für besondere Aufgaben als auch im Mitarbeiterstellen, die durchweg im Bereich Studium und Lehre eingesetzt wurden und werden. Wie die Verteilungen und Informationen auf Institutsebene zeigen, ist der Anteil der Stellen dabei je Institut durchaus unterschiedlich. Für kleinere Institute besteht das Problem, ob die Mittel ausreichen, um überhaupt in diesem Bereich zu investieren. Die größeren Institute hingegen finanzieren hiermit beträchtliche Stellenanteile; besonders hoch ist der Anteil in der Sonderpädagogik. Die eingerichteten Stellen tragen an der Philosophischen Fakultät sehr erheblich zur Verbesserung der Lehre bei. Insbesondere in personell schwach ausgestatteten Fächern erleichtern sie in quantitativem Sinne die Studienbedingungen, indem die Zahl der Veranstaltungen erhöht werden kann, die Seminare und Übungen somit deutlich kleiner werden und sich das Dozent-Studierenden-Verhältnis dadurch enorm verbessert. Auch in qualitativer Hinsicht werden die Lehr- und Lernbedingungen verbessert, indem ein sehr viel breiteres Veranstaltungsspektrum angeboten werden kann. In manchen Instituten finden sich hierzu auch explizite inhaltliche Projekte.

    Da viele jüngere Studierende die Bedingungen des Studiums vor Einführung der Studienbeiträge 2007 nicht mehr bekannt sein können, seien dazu für die Dozentenstellen beispielhaft zwei Eckdaten genannt: Derzeit werden an der Philosophischen Fakultät II aus Studienbeiträgen 35 vollzeitäquivalente, d.h. volle Mitarbeiterstellen finanziert. Auf diesen Stellen werden durch teilweise Splittung in halbe, Drittel- oder Viertel-Stellen 58 Personen beschäftigt. Den 35 erwähnten Vollzeitäquivalenten aus Studienbeiträgen stehen an der Fakultät 92 Vollzeitäquivalente als etatisierte Stellen, wissenschaftliche Mitarbeiter und 27,5 Vollzeitäquivalente aus der Gruppe „Sonstige“, also Stellen aus Mitteln des Landes, gegenüber, . Die entsprechende Situation vor Einführung der Studienbeiträge wird durch diese Zahlen vielleicht konkreter.

    Neben den Mitarbeiterstellen sind die Lehraufträge zu nennen, in deren Rahmen universitätsexterne Lehrende für einzelne Veranstaltungen gewonnen werden können. Auch wenn die übliche Vergütung für Lehraufträge an Universitäten recht schlecht ist und die Entlohnung aus Studienbeiträgen hiervon nicht abweichen darf und kann, ist es möglich, Spezialisten für bestimmte Thematiken oder auch Lehrende aus der Praxis heraus zu gewinnen.

    An zweiter Stelle der großen Investitionsposten der Philosophischen Fakultät II steht ein Bereich, in dem Studienbeitragsmittel unmittelbar an Studierende zurückfließen: In großer Fülle wurden und werden Hilfskraftverträge und Tutorien finanziert; eingestellt werden sowohl studentische als auch wissenschaftliche Hilfskräfte. Diese unterstützen die Verbesserung von Studium und Lehre an den Lehrstühlen und Professuren, etwa durch Hilfe zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen, Erstellung und Verbreitung von Skripten, Präsenz und Ansprechbarkeit in Sekretariaten oder auch die Erweiterung der Öffnungszeiten von Lehrstuhlbibliotheken.

    Drittgrößter Investitionsbereich sind die Sachmittel. Aufgrund der erheblichen Breite der hier realisierten Investitionen ist dieser Bereich in der Abbildung noch einmal aufgesplittet. Im Sommersemester 2010 wurde durch einen von allen Seiten getragenen Beschluss auch Seminarraummöbel am Wittelsbacherplatz, am Institut für Philosophie und am Institut für Sportwissenschaft finanziert. Hinzu kommen spezifische Geräteanschaffungen, etwa in der Psychologie und Sportwissenschaften. In kleinerem Volumen dienen die Mittel auch der notwendigen Grundausstattung mit IT-Technik und Möbeln für die aus Studienbeiträgen finanzierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
    Ergänzend zu den Lehraufträgen ermöglicht es die Finanzierung von Gastvorträgen, Fachleute, Spezialisten und Praxiserfahrene zu einzelnen Vorträgen und Workshops in die Universität zu holen. Und auch im Bereich der Sachmittel finden sich größere Positionen, die einen recht unmittelbaren Rückfluss der Gelder an Studierende erlauben: Die Bereitstellung von Lehrmaterialien, insbesondere Skripts, sowie die finanzielle Unterstützung von Exkursionen und Diplomarbeitszuschüsse. Exkursionen sind an der Fakultät auf max. 200 Euro pro Person gedeckelt und Diplomarbeitszuschüsse mit 300 Euro, um eine faire Rückfinanzierung von Studienbeiträgen zu garantieren.
    In kleinerem Rahmen wurden, insbesondere am Institut für Psychologie, auch die Sekretariatsbesetzungen aufgestockt, um längere Öffnungszeiten und mehr Service für die Studierenden zu ermöglichen.
    Alle Maßnahmen wurden in paritätisch mit Dozenten und Studierenden besetzten Institutskommissionen beraten und dann in der gleichfalls paritätisch besetzten Fakultätskommission beschlossen. Die Philosophische Fakultät II geht konsequent den Weg, jede einzelne Entscheidung über Investitionen aus Studienbeiträgen in diesen Kommissionen zu beraten. Dies bedeutet teilweise lange Diskussionen, führt jedoch dazu, dass die Studierenden an der Verteilung und Verwendung dieser Mittel demokratisch und konsequent beteiligt sind.
    Fast durchweg erfolgten die Entscheidungen in den vergangenen Jahren einvernehmlich. Die Studierenden in der Fakultätskommission als Vertreter aller Studierenden der Fakultät erhalten zugleich auch transparente Rückmeldungen zur Mittelverteilung und -verwendung bis in die Details. Entsprechende Einbindungsprozesse werden seitens des Studiendekanats auch für die Institute und Institutskommissionen bereitgestellt.

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