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    Fakultät für Humanwissenschaften

    Grafische Darstellung - Sonderpädagogik

    Darstellung der Studienbeiträge als Diagramm
    Darstellung der Studienbeiträge als Diagramm

    Kommentar zur Verwendung der Studienbeiträge - Sonderpädagogik

    Seit Start der Möglichkeit, Studienbeiträge zu nutzen, geht ein überwiegender Teil der Mittel am Institut für Sonderpädagogik in die Verstärkung des Personals in der Lehre. Dieser Anteil wurde zwischenzeitlich noch weiter ausgebaut und macht fast 90 % der Mittelverwendung aus. Aus diesen Geldern wurden Stellen für Lehrkräfte für besondere Aufgaben und Wissenschaftliche Mitarbeiter geschaffen. Das restliche Kontingent fließt insbesondere in Geräte, Lehraufträge sowie Sachmittel. In kleinerem Umfang wurden auch Stellen für studentische Hilfskräfte eingerichtet sowie Gastvorträge unterstützt.

    Die Stellenverwendung entspricht damit dem deutlich größten Bedarf am Institut: der

    Aufstockung des Lehrpersonals. Damit konnten gezielt in bestimmten Bereichen das

    inhaltliche Spektrum der Lehrangebote erheblich erweitert sowie auch die Seminargrößen beträchtlich reduziert werden.

     

    Im Vordergrund standen und stehen folgende Projekte:

     

        Das Konzept der Ausstattung der fünf sonderpädagogischen Fachrichtungen und

    Lehrstühle mit Psychologen für den jeweils fachrichtungsbezogenen Lehrbereich

    „sonderpädagogische Psychologie“ wurde deutlich verbessert: Während bis 2007 jedem Lehrstuhl lediglich eine halbe Psychologenstelle zur Verfügung stand und sich einige Mitarbeiter auf zwei Fachrichtungen aufteilen konnten, ist seit Erhebung der Studienbeiträge jede Fachrichtung mit einer vollen Psychologenstelle ausgestattet, indem hier zwei zusätzliche volle Stellen für die Lehrgebiete Pädagogik bei Geistiger Behinderung sowie Pädagogik bei Verhaltensstörungen geschaffen wurden. Die diesen zustehenden halben Stellen aus Haushaltsmitteln konnten dadurch anderen Lehrgebieten zur Verfügung gestellt werden, wodurch es hier zu einer Aufstockung auf volle Stellen kam. Die erheblich erweiterte Lehre betrifft die sonderpädagogische Psychologie sowie die Lehre in Diagnostik.

        Zugleich wurde 2007 eine volle Stelle für die Lehre im Bereich Pädagogik bei Geistiger Behinderung geschaffen. Inhaltlicher Schwerpunkt war dabei der Bereich der Pädagogik bei Schwersten Behinderungen, der bisher im Institut nur am Rande abgedeckt werden konnte. Diese volle Stelle wurde zwischenzeitlich auf eine halbe Stelle reduziert, um angesichts der verfügbaren Studienbeitragsmittel das Gesamtspektrum der realisierten Projekte halten zu können.

        Gleichfalls 2007 wurde eine volle Stelle für die Lehre im Bereich Pädagogik bei Verhaltensstörungen eingerichtet – und inhaltlich insbesondere für den Bereich Beratung vorgesehen. In diesem Kontext sollte unter anderem eine Sonderpädagogische Beratungsstelle für Erziehungshilfe aufgebaut werden, die angesichts der zunehmenden Bedeutung von Beratung in diesem Bereich das Lehrangebot weiterentwickeln und erhebliche Bereicherungen für die Lehre durch Weiterqualifikationsmöglichkeiten für Studierende sowie Intensivierung des Theorie-Praxis-Bezugs, insbesondere der Praxiserfahrung für Studierende, erbringen sollte. Die SBfE wurde im Herbst 2009 gestartet. Mittlerweile besteht ein umfangreicher Fundus von Seminarangeboten, in deren Rahmen auch die Studierenden eingebunden werden. Zusätzlich wurde das Angebot eines

    „Beratungszertifikats“ gestartet.

        Ein wesentliches Projekt im Rahmen der Mittelverwendung war die Gründung einer sonderpädagogischen Lernwerkstatt. Für diese wurden eine volle Dozentenstelle eingerichtet sowie Mittel für die Materialausstattung und Unterstützung durch studentische Hilfskräfte zur Verfügung gestellt. Mangels anderer räumlicher Möglichkeiten wurde die Lernwerkstatt zunächst in der Blindeninstitutsstiftung

    (Ohmstraße) eingerichtet. Mittlerweile konnte die Lernwerkstatt mit freundlicher Unterstützung der Universitätsbibliothek in einen Raum in der 1. Ausbaustufe des Neubaus am Wittelsbacherplatz umziehen. Die Lernwerkstatt läuft seit mehreren Semestern sehr erfolgreich und stellt eine erhebliche Bereicherung des sonderpädagogischen Studiums in Würzburg dar, wie auch verschiedene Evaluationen eindrucksvoll bestätigen.

        Zur Überbrückung personeller Engpässe wurde vorübergehend eine weitere Stelle einer

    Lehrkraft für besondere Aufgaben am Lehrstuhl für Sonderpädagogik I eingerichtet.

        Je Semester besteht die Möglichkeit, über alle Fachrichtungen hinweg insgesamt zehn Lehraufträge zu besonderen Themen anzubieten, die der Bereicherung der Lehre und des Praxisbezugs dienen.

        Die Lehraufträge der Fachrichtung Pädagogik bei Körperbehinderungen werden durch einen besonderen Fundus aus Studienbeiträgen seit etlichen Semestern noch zusätzlich erheblich verstärkt. In diesem Rahmen ist es möglich, verschiedene interessante zusätzliche Lehrangebote zu machen, die das Spektrum deutlich bereichern.

     

    In kleinerem Rahmen wurde die Technik des Instituts ausgebaut. Hinzu kommt ein Programm zur finanziellen Unterstützung von Gastvorträgen, in dessen Rahmen renommierte wissenschaftliche Sonderpädagogen anderer Universitäten, auch aus dem Ausland, zu öffentlichen Fachreferaten nach Würzburg eingeladen werden konnten. Spezifisch auf

    Wunsch der Studierenden wurden und werden auch Seminare zu „Erlebnispädagogik“

    spezifisch unterstützt.

    Die Verfügbarkeit von Studienbeitragsmitteln hat die Situation von Studium und Lehre am Institut für Sonderpädagogik der Universität Würzburg sehr erheblich und auch nachhaltig verbessert und zu Veränderungen der gesamten Lehrorganisation des Instituts geführt. Es wurden mehrere große Projekte gestartet und konsequent weitergeführt. Insbesondere das Lehrdeputat des Instituts wurde sehr erheblich erhöht. Ein Wegfall dieser Mittel würde beträchtliche negative Folgen nach sich ziehen.

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