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    Fakultät für Humanwissenschaften

    Grafische Darstellung - Sonderpädagogik

    Kommentar zur Verwendung der Studienbeiträge

    Verwendung der Studienzuschüsse (Studienbeiträge) am Institut für Sonderpädagogik der Universität Würzburg, Lehrjahr 2012/2013

    Seit Start der Möglichkeit, Studienbeiträge – nun Studienzuschüsse – zu nutzen, geht ein überwiegender Teil der Mittel am Institut für Sonderpädagogik in die Verstärkung des Personals in der Lehre. Dieser Anteil wurde zwischenzeitlich noch weiter ausgebaut und macht mittlerweile über 90 % der Mittelverwendung aus. Aus diesen Geldern wurden Stellen für Lehrkräfte für besondere Aufgaben und Wissenschaftliche Mitarbeiter geschaffen. Das restliche Kontingent fließt insbesondere in Sachmittel sowie Lehraufträge. In kleinerem Umfang wurden und werden auch Stellen für studentische Hilfskräfte eingerichtet, Gastvorträge unterstützt sowie technische Geräte angeschafft.
    Die Stellenverwendung entspricht damit dem deutlich größten Bedarf am Institut: der Aufstockung des Lehrpersonals. Damit konnten gezielt in bestimmten Bereichen das inhaltliche Spektrum der Lehrangebote sehr erheblich erweitert sowie auch die Seminargrößen beträchtlich reduziert werden.

     

    Im Vordergrund standen und stehen folgende Maßnahmen:

    ·         Das Konzept der Ausstattung der fünf sonderpädagogischen Fachrichtungen und Lehrstühle mit Psychologen für den jeweils fachrichtungsbezogenen Lehrbereich „sonderpädagogische Psychologie“ wurde deutlich verbessert: Während bis 2007 jedem Lehrstuhl lediglich eine halbe Psychologenstelle zur Verfügung stand und demzufolge einige Mitarbeiter ihre Aktivitäten auf zwei Fachrichtungen aufteilen mussten, ist seit Erhebung der Studienbeiträge jede Fachrichtung mit einer vollen Psychologenstelle ausgestattet, indem hier zwei zusätzliche volle Stellen für die Lehrgebiete Pädagogik bei Geistiger Behinderung sowie Pädagogik bei Verhaltensstörungen geschaffen wurden. Die diesen zustehenden halben Stellen aus Haushaltsmitteln konnten dadurch anderen Lehrgebieten zur Verfügung gestellt werden, wodurch es hier zu einer Aufstockung auf volle Stellen kam. Die erheblich erweiterte Lehre betrifft die sonderpädagogische Psychologie sowie die Lehre in Diagnostik und Förderdiagnostik.

    ·         Zugleich wurde 2007 eine volle Stelle für die Lehre im Bereich Pädagogik bei Geistiger Behinderung geschaffen. Inhaltlicher Schwerpunkt war dabei der Bereich der Pädagogik bei Schwersten Behinderungen, der bisher im Institut nur am Rande abgedeckt werden konnte. Diese volle Stelle wurde zwischenzeitlich auf eine halbe Stelle reduziert, um angesichts der verfügbaren Studienbeitragsmittel das Gesamtspektrum der realisierten Projekte halten zu können.

    ·         Gleichfalls 2007 wurde eine volle Stelle für die Lehre im Bereich Pädagogik bei Verhaltensstörungen eingerichtet – und inhaltlich insbesondere für den Bereich Beratung vorgesehen. In diesem Kontext wurde unter anderem eine Sonderpädagogische Beratungsstelle für Erziehungshilfe (SBfE) aufgebaut, die angesichts der zunehmenden Bedeutung von Beratung in diesem Bereich das Lehrangebot weiterentwickeln und erhebliche Bereicherungen für die Lehre durch Weiterqualifikationsmöglichkeiten für Studierende sowie Intensivierung des Theorie-Praxis-Bezugs, insbesondere der Praxiserfahrung für Studierende, erbringen soll. Die Beratungsstelle ist seit 2009 in Betrieb, seit 2013 auch mit eigenen Räumlichkeiten, deren Finanzierung der Lehrstuhl gewährleistet hat. Sie erbringt neben Theorie-Praxis-Vernetzungen auch ein breites Spektrum an Lehre zum Kontext Beratung.

    ·         Aus Überhangmitteln wurde vorübergehend eine weitere Stelle für die Fachrichtung Pädagogik bei Lernbeeinträchtigungen geschaffen, um dort angesichts großer Studierendenzahlen die Lehre zu entlasten.

    ·         Ein wesentliches Projekt im Rahmen der Mittelverwendung war die Gründung einer sonderpädagogischen Lernwerkstatt. Für diese wurden eine volle Dozentenstelle eingerichtet sowie Mittel für die Materialausstattung und Unterstützung durch studentische Hilfskräfte zur Verfügung gestellt. Mangels anderer räumlicher Möglichkeiten wurde die Lernwerkstatt zunächst in der Blindeninstitutsstiftung (Ohmstraße) eingerichtet, konnte dann jedoch an den Wittelsbacherplatz geholt werden. Die Dozentenstelle wurde zwischenzeitlich aus Studienzuschüssen verstetigt, so dass ein dauerhaftes Angebot garantiert ist. Die Lernwerkstatt läuft seit vielen Semestern sehr erfolgreich und stellt eine erhebliche Bereicherung des sonderpädagogischen Studiums in Würzburg dar, wie auch verschiedene Evaluationen eindrucksvoll bestätigen. Der Materialfundus der Lernwerkstatt wird kontinuierlich weiter aufgestockt, insbesondere aus Studienzuschüssen, und es stehen Hilfskraftmittel zum Betrieb zur Verfügung.

    ·         Je Semester besteht die Möglichkeit, über alle Fachrichtungen hinweg insgesamt zehn Lehraufträge zu besonderen Themen anzubieten, die der Bereicherung der Lehre und des Praxisbezugs dienen.

    ·         Die Lehraufträge der Fachrichtung Pädagogik bei Körperbehinderungen werden durch einen besonderen Fonds aus Studienbeiträgen seit etlichen Semestern noch zusätzlich erheblich verstärkt. In diesem Rahmen ist es möglich, verschiedene interessante zusätzliche Lehrangebote zu machen, die das Spektrum deutlich bereichern.

    In kleinerem Rahmen wurde die Technik des Instituts ausgebaut, auch aus Überhangmitteln. Damit wurden Laptops für die Lehre, Beamer und besondere Geräte angeschafft. Hinzu kommt ein Programm zur finanziellen Unterstützung von Gastvorträgen, in dessen Rahmen renommierte wissenschaftliche Sonderpädagogen anderer Universitäten, auch aus dem Ausland, zu öffentlichen Fachreferaten nach Würzburg eingeladen werden konnten. Dieses Programm wird insbesondere durch die Studierenden und ihre Vertretung bewirtschaftet.

    Die Verfügbarkeit von Studienbeitragsmitteln – heute von Studienzuschüssen – hat die Situation von Studium und Lehre am Institut für Sonderpädagogik der Universität Würzburg sehr erheblich und auch nachhaltig verbessert und zu Veränderungen der gesamten Lehrorganisation des Instituts geführt. Es wurden mehrere große Projekte gestartet und konsequent weitergeführt. Insbesondere das Lehrdeputat des Instituts wurde sehr erheblich erhöht. Ein Wegfall dieser Mittel würde beträchtliche negative Folgen nach sich ziehen.

    Bericht: Roland Stein

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