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    Medienkommunikation

    Journalismus – das war früher mal der Traum

    27.11.2017

    Humorvoll, ehrlich, aber auch augenöffnend – so lässt sich der Vortrag zusammenfassen, den Clemens Finzer, Leiter der Ausbildungsredaktion des Bayrischen Rundfunks, letzten Donnerstag im Rahmen des Seminars „MK on the Job“ gehalten hat.

    Clemens Finzer leitet die Ausblidungsredaktion des BR und stand den Studierenden im Masterseminar "MK on the Job" Rede und Antwort. Foto: BR/Lisa Hinder.

    Vor interessierten Masterstudierenden gab Clemens Finzer einen tiefen Einblick in die aktuellen Strukturen der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten und schilderte mehr als eindrucksvoll die Herausforderungen der Digitalisierung, mit denen ARD und Co. zu kämpfen haben.

    Journalismus „ist nicht mehr der Traum eines jeden, der gutes Geld bringt“. Vielmehr sei die Lohnentwicklung eher düster, da die Gesellschaft heute nicht mehr bereit sei, Geld in Qualitätsjournalismus zu investieren und sich eher Entertainment-Programmen wie Netflix, Spotify o.ä. zuwende. Dabei seien es gerade die Angebote für die junge Zielgruppe, die in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten aktuell gefördert werden - nur kenne sie niemand. „Jeder zweite in Bayern guckt Faßnacht in Franken“ meint Clemens Finzer und offenbart somit das Dilemma. Die Erwartungshaltung sei einfach falsch. Änderungen, gerade im Rahmen der Digitalisierung, müssten von der Gesellschaft und nicht von den Medien ausgehen. Nur scheine es, dass ein öffentlicher Diskurs diesbezüglich einfach nicht stattfindet.

    Dementsprechend sind die Job-Aussichten heute auch eher schwieriger als früher. Wer eine freie Festanstellung anstrebt, der sei auf ein Volontariat angewiesen. Hier konnte Finzer allerdings beruhigen: „Es ist völlig egal, was man studiert“. Die Anforderungen lägen vielmehr im Bewerber selbst, neben praktischen Vorerfahrungen im Journalismus sei besonders ein kreativer Lebenslauf hilfreich. Dabei sollte immer die eigene Persönlichkeit im Vordergrund stehen. Letztlich zähle nicht, was man gemacht habe, sondern warum man es gemacht habe.

    Von Frederik Reinhardt (Master Medienkommunikation)

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