Seminar Medienpraxis – Bundesweite crossmediale Kampagne zum World Suicide Prevention Day 2026 vorgestellt
04.02.2026Im Wintersemester 2025/26 gestalteten 23 Studentinnen der Medienkommunikation eine crossmediale Suizidpräventionskampagne, die zum World Suicide Prevention Day (WSPD) am 10.09.2026 durch die AG Regionale Netzwerke im Nationalen Suizidpräventionsprogramm ausgerollt wird. Die Kampagne wurde den Auftraggebenden am 04.02.2026 in Form eines Pitches präsentiert.
Im Jahr 2024 starben 10.372 Menschen in Deutschland durch Suizid. Das sind deutlich mehr als durch Verkehrsunfälle, Mord, Totschlag, illegale Drogen und AIDS zusammen.
Über 100.000 Menschen unternahmen einen Suizidversuch.
Mehr als 61.000 verloren einen ihnen nahestehenden Menschen durch Suizid.
Diese Zahlen verdeutlichen: Suizid ist ein zentrales gesellschaftliches Problem mit weitreichenden Folgen.
Seit 2003 wird deshalb jährlich am 10. September durch die International Association for Suicide Prevention (IASP) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) der World Suicide Prevention Day ausgerufen. Die Botschaft, die jedes Jahr vermittelt wird: Suizidprävention ist möglich.
Um die Aufmerksamkeit in Deutschland auf den WSPD 2026 zu lenken, wendete sich die AG Regionale Netzwerke im Nationalen Suizidpräventionsprogramm (NaSPro) an Prof. Frank Schwab. Der Auftrag: Die Gestaltung einer bundesweiten, crossmedialen Kampagne zur Suizidprävention.
Im Rahmen des Moduls Medienpraxis widmeten sich 23 Studentinnen diesem Auftrag und konnten dabei ihre im Studium erworbenen Kenntnisse in die Praxis umsetzen.
Die Studentinnen arbeiteten sich unter der Leitung von Emilia Gögl und Dr. Dorothea Adler durch diverse Schritte einer Kampagnenerstellung:
Zielgruppenanalyse, Recherche passender Medien und Formate, Herausarbeitung von Kernbotschaften, Ausgestaltung von Social-Media-Posts, Podcast-Einsprechern, Zeitungsartikeln, Radiobeiträgen und Plakaten, Vorbereitung des Rollouts.
Auf diesem Weg standen sie in zahlreichen Feedbackschleifen mit Expert:innen der Suizidprävention im Austausch, um eine hohe inhaltliche Qualität zu gewährleisten.
Am 04.02.2026 präsentierten die Studentinnen den Auftraggebenden aus der AG Regionale Netzwerke des NaSPros ihre Kampagne im Rahmen eines Pitches.
Diese waren von der Arbeit der Studentinnen begeistert: "Es ist beeindruckend, wie professionell die Studierenden das Thema aufgegriffen und bearbeitet haben. Sie haben es für verschiedene Zielgruppen sensibel und verantwortungsvoll aufgearbeitet und ein tiefes Verständnis für die Schwierigkeiten der medialen Kommunikation zum Thema Suizid gezeigt. Das haben sie erfolgreich gemeistert." sagte Georg Fiedler in Vertretung der geschäftsführenden Leitung des NaSPros und sprach in deren Namen ihren großen Dank aus. “Wir danken besonders auch den Seminarleiterinnen Emilia Gögl und Dorothea Adler für ihren professionellen Input und ihr großes Engagement, ohne das dieses Projekt nie zustande gekommen wäre.”
Auch Heidi Graf, Sprecherin der AG Regionale Netzwerke, zeigte sich beeindruckt: “Die suizidpräventive Botschaft „Deine Geschichte ist nicht zu Ende“ wurde fesselnd, frisch, informativ und aufrüttelnd in die verschiedenen Möglichkeiten, die Öffentlichkeit zu erreichen, gegossen. Dass die regionalen Netzwerke sich über diese Kampagne verbinden und gemeinsam öffentlichkeitswirksam auftreten, war der Ursprungsgedanke. Die Studierenden haben diesen Auftrag hervorragend ausgeführt. Die AG Regionale Netzwerke bedankt sich bei den Studierenden und ihren Seminarleiterinnen sowie bei Professor Schwab, der die Anfrage der AG so positiv aufgenommen und den Impuls für die Umsetzung innerhalb der Universität gegeben hat.”
Weitere Vertreter:innen der AG Regionale Netzwerke schrieben:
“Die Studierenden haben die Kampagne für die Tätigen in den Regionen äußerst sorgfältig durchdacht und für die praktische Nutzung hervorragend aufbereitet.”
“Ich war ebenso sehr begeistert von dem Einsatz aller Beteiligten und der Vielfältigkeit der Projektgestaltung.”
“Auch noch mal von uns einen mega herzlichen Dank für das großartige Konzept, die professionelle Durchführung und Präsentation gestern. Wir sind sehr beeindruckt und super dankbar für das, was am WSPD in diesem Jahr möglich ist.”
“Richten Sie gerne im Namen der [U25] Online-Suizidprävention noch einmal einen ganz herzlichen Dank an alle Studis aus. Es ist wirklich beachtlich, was für eine tolle, crossmediale Kampagne entstanden ist!”
Die Kampagne wird ab Sommer bis zum WSPD am 10. September 2026 bundesweit durch die AG Regionale Netzwerke ausgerollt. Eine Projektwebseite mit allen Materialien und weiterführenden Informationen ist aktuell in Arbeit und wird unter folgendem Link zu finden sein: https://www.suizidpraevention.de/hilfe