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Fakultät für Humanwissenschaften

Matilda-Preis

Die Kommission zur Gleichstellung von Frauen der Fakultät schreibt Preise für die zwei besten Paper von Nachwuchswissenschaftlerinnen der Fakultät aus. Bei der Preisvergabe wird der Breite der wissenschaftlichen Fachkulturen an der Fakultät für Humanwissenschaften Rechnung getragen. Mittels dieser Preisauslobung sollen Nachwuchswissenschaftlerinnen, Doktorandinnen und Habilitandinnen, der Fakultät für Humanwissenschaften gefördert und in ihrer wissenschaftlichen Karriere unterstützt werden.

Dotiert sind die Preise jeweils mit 1000,- Euro, die für die Forschung eingesetzt werden können.

Bewertet werden die eingereichten Arbeiten aufgrund ihres Originalitätsgehalts und ihres Mehrwerts für die jeweilige Fachdisziplin.

Der Name bezieht sich auf den Matilda-Effekt, der das Phänomen beschreibt, dass die wissenschaftlichen Beiträge von Frauen oft weniger Anerkennung finden als die männlicher Kollegen. Der Begriff wurde von der Historikerin Margaret W. Rossiter geprägt und ist nach der Frauenrechtlerin Matilda Joslyn Gage benannt. Dieser Effekt führt dazu, dass Frauen in der Wissenschaft häufig übersehen oder ihre Leistungen Männern zugeschrieben werden.

Matilda-Preis 2026 der Kommission zur Gleichstellung von Frauen

der Fakultät für Humanwissenschaften

Die Kommission zur Gleichstellung von Frauen der Fakultät für Humanwissenschaften lobt im Jahr 2026 wieder Preise für die zwei besten Paper von Nachwuchswissenschaftlerinnen der Fakultät aus. Die Preise sind mit je 1.000 Euro dotiert. Bei der Preisvergabe wird der Breite der wissenschaftlichen Fachkulturen an der Fakultät für Humanwissenschaften Rechnung getragen. Mittels der nun zum sechsten Mal stattfindenden Preisauslobung sollen Nachwuchswissenschaftlerinnen, Doktorandinnen und Habilitandinnen der Fakultät für Humanwissenschaften gefördert und in ihrer wissenschaftlichen Karriere unterstützt werden.

Eingereicht werden können Beiträge in wissenschaftlich relevanten Publikationsorganen der jeweiligen Disziplin (z. B. Zeitschriftenbeiträge, Sammelwerksbeiträge), die von den Nachwuchswissenschaftlerinnen in Erstautorinnenschaft und der JMU als angegebene Affiliation publiziert worden sind. Bewertet werden die eingereichten Arbeiten aufgrund ihres Originalitätsgehalts und ihres Mehrwerts für die jeweilige Fachdisziplin und darüberhinausgehend. Die Auswahl der Preisträgerinnen orientiert sich an der Vielfalt und Exzellenz der Forschung an der Fakultät. Das bedeutet, dass die Auswahl der Paper nicht vorwiegend anhand numerischer Impact-Faktoren erfolgt. Das Paper darf nicht älteren Erscheinungsdatums als 2025 sein. Zur Publikation angenommene Manuskripte können ebenfalls eingereicht werden.

Die Kommission zur Gleichstellung von Frauen der Fakultät wird in einer Sitzung im Sommersemester 2026 über die Vergabe entscheiden. Es ist ihr ein hohes Anliegen, den unterschiedlichen Forschungs- und Veröffentlichungskulturen der verschiedenen Fachdisziplinen an der Fakultät Rechnung zu tragen. Die Gewinnerinnen werden nach der Genehmigung durch die Dekanin informiert. Das Preisgeld kann nach den Haushaltsrichtlinien der Universität Würzburg für wissenschaftliche Zwecke (Fortbildung, Kongressreise, Versuchspersonengelder, studentische Mitarbeitende etc.) verausgabt werden.

Folgende Bewerbungsunterlagen sind einzureichen:

  • Paper
  • Informationsschreiben zum Paper im Umfang von max. 2 Seiten, das auf folgende Aspekte eingeht:
  1. Bedeutung oder Relevanz des Publikationsorgans, z. B. Peer Review, Impact Factor;
  2. Beitrag der Bewerberin bei mehreren Autor*innen;
  3. Relevanz des Papers für das Fach;
  4. Relevanz des Papers über die Grenzen des eigenen Fachs hinaus;
  5. Zuordnung des Papers zur Art der Studie (z.B. empirisch-quantitative Studien, empirisch-qualitative Studien, Literature Reviews, hermeneutische Studien, andere Studien).
  • Plan zur Verausgabung des Preisgeldes
  • Nachweis über die Vertragsdauer an der Uni Würzburg (bis zur Verausgabung des Preisgeldes)

Wir freuen uns auf Ihre vollständige Bewerbung in einem PDF bis zum 18.3.2026 unter
gleichstellung.hw@uni-wuerzburg.de.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Verena Haun
(Beauftragte für die Gleichstellung von Frauen in der Wissenschaft der Fakultät für Humanwissenschaften) für die Kommission zur Gleichstellung von Frauen der Fakultät

Preisträgerinnen

Dr. Elena Dück

Dr. Elena Dück wird für das Paper „Female Fighters and Male Vulnerabilities. Gendered Depictions in Ukraine’s Visual Narrative of the Russia-Ukraine War“ ausgezeichnet.
In dem Paper werden mittels visueller Narrativanalyse Darstellungen von Soldatinnen und Soldaten in ukrainischen Social-Media-Kommunikationen nach Beginn der russischen Vollinvasion untersucht. Im Mittelpunkt steht die systematische Auswertung von Bildmaterial, um Geschlechterrollen und ihre Inszenierung im Kriegskontext herauszuarbeiten. Die Analyse zeigt, wie visuelle Narrative traditionelle Rollenbilder sowohl stabilisieren als auch transformieren. Der Beitrag verbindet diese methodische Perspektive mit Ansätzen der Narrativforschung und feministischen Theorien. Zudem liefert er einen wichtigen Impuls für die stärkere Berücksichtigung visueller Daten in den Internationalen Beziehungen.

Dr. Simone Schäffner

Dr. Simone Schäffner vom Lehrstuhl für Pädagogik und Intervention bei Beeinträchtigung von Sprache und Kommunikation am Institut für Sonderpädagogik wird für ihren wissenschaftlichen Artikel „Modality Switching in Children – Is there an Influence of Modality Compatibility?“ ausgezeichnet.
Der Artikel berichtet über eine empirisch-quantitative Studie, in der 64 Kinder sprachliche Multitasking-Aufgaben über vier Modalitäten hinweg in zwei Reaktionszeitexperimenten bearbeiteten. Dabei wurden die Modalitäten Hören, Sehen, Sprechen sowie manuelle Reaktionen bei Kindern erstmals systematisch kombiniert und hinsichtlich ihrer Kompatibilität untersucht. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass kompatible Modalitätskombinationen zu schnelleren und fehlerärmeren Wechseln führen als inkompatible. Damit weist die Studie die zentrale Bedeutung der Modalitätskompatibilität für die kindliche Sprachverarbeitung nach. Zugleich liefert sie durch das integrierte experimentelle Design wichtige neue Impulse für die Weiterentwicklung psycholinguistischer Modelle.

Jahr Preisträger*innen    
2026 Dr. Elena Dück (Internationale Beziehungen und Europaforschung)    
  Dr. Simone Schäffner (Pädagogik)    
2025 Dr. Maria Pfeiffer (Psychologie)    
  Nea Solander (Internationale Beziehungen und Europaforschung)    
2024 Franzisca Maas (Psychologische Ergonomie)    
  Dr. Wienke Wannagat (Psychologie)    
2023 Tanja Messingschlager (Kommunikationspsychologie und Neue Medien)    
  Sara Wolf (Psychologische Ergonomie)    
2022 Dr. Catharina Tibken (Psychologie)    
  Dr. Sonja Schierbaum (Philosophie)    
2021 Lea Goldan (Methoden der Quantitativen Empirischen Sozialforschung)    
  Dr. Ann-Kristin Herget (Medien- und Wirtschaftskommunikation)    
2017 Anja Kürzinger (Grundschulpädagogik)    
  Dr. Kristina Suchotzki (Psychologie)    
  Jennifer Tiede (Schulpädagogik)    
Jahr Preisträger*innen