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    Fakultät für Humanwissenschaften

    Ein „Rising Star“ der Psychologie

    27.04.2021

    Der Würzburger Psychologe Dr. Roland Pfister hat das Potenzial, sein Fachgebiet nachhaltig zu beeinflussen. Deshalb hat ihn die Association for Psychological Science in ihre diesjährige Liste der „Rising Stars“ aufgenommen.

    Roland Pfister interessiert sich dafür, wie menschliche Akteure ihre Handlungen steuern. Für seine Forschungsarbeiten wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet.
    Roland Pfister interessiert sich dafür, wie menschliche Akteure ihre Handlungen steuern. Für seine Forschungsarbeiten wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet. (Bild: Universität Würzburg)

    „Rising Star“: Mit dieser Auszeichnung würdigt die Association for Psychological Science (APS) regelmäßig Forscherinnen und Forscher, „deren innovative Arbeit ihr jeweiliges Fachgebiet bereits vorangebracht hat und die ein großes Potenzial für ihre weiteren Beiträge erkennen lassen“, wie es auf der Homepage der Wissenschaftsgesellschaft heißt.

    Insgesamt 114 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern hat APS jetzt den Titel eines „Rising Stars“ verliehen. Darunter sind nur drei, die an deutschen Universitäten forschen und lehren – einer von ihnen ist Dr. Roland Pfister, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Psychologie III der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) bei Professor Wilfried Kunde.

    Pfister interessiert sich dafür, wie menschliche Akteure ihre Handlungen steuern. Seit 2012 forscht er an der JMU an dem Thema „Regeln und Verhalten“ und der Frage, wie Regeln kognitiv repräsentiert werden. Im Mittelpunkt der von ihm durchgeführten Verhaltensexperimente stehen zum Einen die komplexen kognitiven Mechanismen, die scheinbar einfachen Handlungen zugrunde liegen, sowie zum Zweiten das menschliche Verhalten und dessen Kontrolle bei absichtlichen Regelverletzungen –etwa beim Schummeln oder beim Lügen.

    Für seine Forschung wurde Pfister bereits mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt er einen der „Early Career Awards 2020“ der US-amerikanischen Psychonomic Society und den Paul Bertelson Award der European Society for Cognitive Psychology (ESCoP). Ausführliche Informationen zu Pfisters Forschung gibt es hier:

    Pressemitteilung „Menschen brechen ungern Regeln“

    Pressemitteilung „Psychologe erhält Preis aus den USA“

    Risings Stars

    Seit dem Jahr 2013 benennt die APS einmal jährlich sogenannte „Rising Stars“ der Psychologie. Die Auszeichnung geht an herausragende Mitglieder der Gesellschaft, die sich in einer frühen Phase ihrer Forschungskarriere nach der Promotion befinden und von denen erwartet wird, dass sie dazu in der Lage sind, mit ihrer Arbeit ihr jeweiliges Fachgebiet zu revolutionieren. Den Nachweis dafür müssen sie unter anderem durch bedeutende Publikationen, Anerkennungen oder Entdeckungen – oder kurz: Arbeiten mit potentiell großer Wirkung – nachweisen.

    Homepage der APS

    Roland Pfister

    Roland Pfister, Jahrgang 1986, ist verheiratet und hat drei Kinder. Er hat an den Universitäten in Würzburg und Portsmouth (England) Psychologie auf Diplom studiert. Seine Promotion an der JMU schloss er im Jahr 2013 ab.

    Derzeit arbeitet Pfister an seinem Habilitationsprojekt am Lehrstuhl für Psychologie III bei Professor Wilfried Kunde. Darüber hinaus ist er an der überregionalen Forschungsgruppe „Binding and Retrieval in Action Control“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft beteiligt.

    Kontakt

    Dr. Roland Pfister, Institut für Psychologie, Universität Würzburg, T +49 931 31-81363, roland.pfister@psychologie.uni-wuerzburg.de

    http://www.roland-pfister.net/

    Von Gunnar Bartsch

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